Ramona Nägelin erzählt...

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Ramona erzählt mit Augenzwinkern von ihrer Schwangerschaft und den damit verbundenen neuen Herausforderungen, die sie bravourös meisterte.

Wir sind schwanger - Was für ein Glück

Ablaufdatum mit beinahe 40 Jahren? ... Rotes pulsierendes Etwas auf dem Bildschirm... das erste Ultraschall-Bild...ein Stromschlag durchfuhr meinen ganzen Körper, ein Wasserfall von Tränen lieg mir über das Gesicht, die Hand meines Partners wiederspiegelte meine Emotionen. Es ist wahr!!! Wir sind SCHWANGER!!! Nun konnte ich es glauben (trotz 4 positiven Schwangerschaft-Tests). Nach der gescheiterten Ehe ohne Babyglück hatte ich schon abgeschrieben. Doch wie heisst es so schön? Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben... Nun wuchs ein kleines Krümelchen in meinem Körper zu einem Wunder heran... Das strahlende Grinsen, das Zittern vor Aufregung hielt Tage an. Die erste Freude wurde aber von Übelkeit inkl. Übergeben (4Monate lang) gedämpft. Kreislaufschwierigkeiten, Wassereinlage­rungen in den Beinen, Rückenschmerzen, Druck auf den Ischiasnerv inkl. Blockade liessen mich schon bald nur noch zu Hause herumliegen. Highlights waren Physiotherapie und Arzttermine... in der 15. Woche durften wir mit 80% Sicherheit erfahren, dass wir ein Mädchen erwarteten. Ok, mein Partner hatte die Wette gewonnen.

Keine 20 mehr

Noch stolzer marschierte er wie ein Goggel nach Hause. Da ich als Risikoschwangerschafts-Patientin eingestuft wurde, wurde ich und mein Krümel alle 2 Wochen untersucht und ich musste gefühlt immer ein „Medikament“ mehr zu mir nehmen. 8 Tabletten und Tropfen waren meine täglichen Begleiter welche zu bestimmten Zeiten eingenommen werden mussten. Was macht man nicht alles für den Traum auf 2 Beinen? Die Bekanntgabe der Schwangerschaft bei unseren Eltern war sehr spannend und emotional. Zum Glück gibt es Handys mit denen man diese Szenen festhalten kann... (auch wenn ich dachte das wir meine Mutter verlieren würden...sie war so voller Freude und vergass einen Moment zu Atmen). Monatelang wünschte ich mir das Ende der Schwangerschaft herbei... Die Kugel wurde immer grösser, meine Beine geschwollener und der letzte Dekoschliff im Kinderzimmer erwies sich als sehr anstrengend und mein Körper zeigte mir im sekundentakt wie alt und schwerfällig ich war.

So „schlimm“ die Unannehmlichkeiten waren, lag ich oft auf dem Sofa und verfolgte den Bewegungen in meinem Bauch. Kennt ihr den Film „SpaceBalls“ oder „Alien“? aber mit Tränen in den Augen spürte ich das nicht nur der kleine Krümel (Krümelita; ist ja ein Mädchen) wuchs in mir, sondern auch eine unsagbare unermässliche, unbekannte endlose Liebe. Doch nicht nur Glücksträ­nen flossen in dieser Zeit... ja wo die Sonne scheint, gibt es auch Schatten. Der Verlust über die Kontrolle des eigenen Körpers, die Minderwertigkeitsgefühle und die Isolation zu Hause liessen mich in eine Art Depression fallen. Ich ekelte mich vor meinem Körper und es verwunderte mich nicht das mich mein Partner nicht mehr anfasste... ich dachte es wäre weil ich hässlich bin. Schliesslich ist genau die Zeit der Schwangerschaft die beste Zeit: keine Mens, keine Verhütung und jede Menge Lust!!! Aber nein... ich habe Stunden in X Foren gelesen und geforscht wie es zu dieser Unlust kommt. Doch es waren in 98% Fällen die Frauen welche keine Lust mehr hatten. Gespräche, aufklärende Berichte änderten bei meinem Partner nichts. Er schwor mir nur jedesmal das es nicht meinetwegen sei... die Arbeit und und und...Fortsetzung folgt...

Kreislaufschwierigkeiten, Wassereinlage­rungen in den Beinen, Rückenschmerzen, und und und...

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