Lesley Escher erzählt...

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Lesley erzählt von ihren Schwierigkeiten bei der Geburt und die Zeit danach. Sie hat aus ihren Erfahrungen Tipps für euch Mamas.

Also, ich bin jetzt 27 und seit knapp 6 Jahren mit meinem Mann (32) verheiratet. Unsere Tochter Emily ist ein Wunschkind, und hat sofort den Weg zu uns gefunden

Die ersten paar Monate habe ich etwas unter Übelkeit gelitten, mit regelmässigem Essen wars aber auzuhalten... Im 5. Monat ist bei mir eine Gürtelrose ausgebrochen, welche sehr schmerzhaft war und unschön, hat auch Narben hinterlassen... Mit fort­schreitender Schwangerschaft hab ich dann noch Sodbrennen erfahren dürfen zum Glück bin ich eine humorvolle und optimistische Person, so dass ich die Schwangerschaft trotzdem als recht schön empfand.

Die Geburt ist ein etwas schwieriges Kapitel. Vom Platzen der Fruchtblase bis zur Geburt waren es 40 Stunden... Als nach Stundenlangen Wehen nichts vorwärts ging, bekam ich eine PDA zur Entlastung. Zum Glück. Da meine Kleine eine Sternguckerin war es noch schwieriger. Zu Guter Letzt wurde wegen Herztonabfällen die Saugglocke eingesetzt, ein Dammschnitt fand statt, ich hatte noch 4 weitere Risse... Dann nach der Geburt, als ich mit meinem Schatz kuschelte, habe ich in einem Schwall 1,8l Blut verloren. Darum musste ich in den OP, und habe die erste Stunde mit meiner Tochter verpasst. Insgesamt war der Blutverlust über zwei Liter. Nach der Geburt hatte ich einige Wochen kaum Energie und mir war oft schwindlig, zum Glück war mein Mann für 3 Wochen zuhause. Die Anwesenheit meines Mannes hat mir sehr geholfen, ausserdem habe ich bereits zwei Wochen nach der Geburt eine Traumatherapie gemacht (REMovement). Nach dieser Therapie konnte ich mich emotional viel besser auf meine Tochter einlassen, ich würde jeder Mama empfehlen, eine Geburtsverarbeitung zu machen!

Hmmm der wichtigste Tipp ist glaube ich, dass man die 5 mal grade lassen darf. Ich hab sonst gerne einen ordentlichen Haushalt, war aber nach der Geburt schlicht nicht in der Lage dazu. Und das ist voll ok! Mein Mann, meine Mutter und eine Putzfrau die ersten Wochen, das ist das praktischste... Sich Unterstützung zu holen ist absolut ok!

Ich hatte noch einige Wochen Schmerzen... Die Geburt mit Saugglocke geht viel schneller als der Körper nach kommt und die Psyche verarbeiten kann... Und wenn man die erste Zeit mit Baby verpasst ist es sehr wichtig, das nachzuholen, und auch zuzulassen, dass es eben nicht perfekt war... Das zu akzeptieren ist zuerst recht schwierig und ich finde es wichtig, sich hierfür Hilfe zu holen... ich finde es sehr wichtig ums Stillen zu kämpfen... Wegen dem Blutverlust hatte ich anfangs keine Milch, erst etwa nach 8 Tagen... Ich musste abpumpen und füttern, weil Emily auch noch eine Gelbsucht hatte und ins Billibettchen musste, und keine Kraft hatte zu trinken... Auch zuhause war ich gefühlt nuuuur am stillen, aber es hat sich gelohnt! Ich konnte 6 Monate voll stillen und stille jetzt nach 14 Monaten immer noch 3-4 Mal... Da durchzubeissen hat sich sehr gelohnt, auch wenn es sehr anstren­gende Wochen waren bis es sich eingependelt hat.

Durchzubeissen hat sich sehr gelohnt, auch wenn es anstren­gende Wochen waren bis es sich eingependelt hat.

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