Franziska Sprenger erzählt...

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Die größte Herausforderung. Am Samstag den 7.7.18 erblickte unser Sohn das Licht der Welt. Wie alle Eltern waren wir überglücklich. Und wie sicher viele denken, es ist gesund, ja wir haben das auch gedacht, doch es kam ganz anders... Noch zu erwähnen es ist unser erstes Kind.

Unser Sohn hatte in der Nacht sehr viel erbrochen. Als ich bei der Pflege fragte ob das normal sei, sagte man mir immer es wäre Fruchtwasser und ich solle mir keine Sorgen machen. Er nahm aber auch keine Nahrung zu sich. Mit der Zeit wurde das Erbrochene immer gallenartiger und immer mehr. Als ich der Pflege sagte, dass etwas nicht stimmt da er das Kindspech auch nicht hatte und sein Bauch schon gross aufgebläht war, wurde er Sonntagabend in das Kinderspital Bern verlegt (wie sich da die Eltern fühlen, unbeschreiblich). In Bern wurde er dann gespült, damit der Darm leer wurde und zur Überwachung war er auf der Intensivstation. Ca. 3 Tage später wurde er mit Kontrastmittel geröngt und man sah, dass er im Enddarm eine Verengung hatte. Da er nach 5 Tagen immer noch keine Nahrung zu sich nahm, wurde entschieden für 5 Monate ein Stoma anzulegen (künstlicher Darmausgang). Durch viele Untersuchungen und Biopsie-Abnahmen wurde dann endlich die sogenannte Hirschsprung-Krankheit festgestellt. Eine Krankheit, die nur 1 von 5000 hat. Noch nie gehört? Ich auch nicht. Auf jeden Fall, bis alles untersucht war und ich erlernt habe wie ich das Stoma pflegen muss, sind ein paar Wochen vergangen. Dann endlich am 27. Juli durfte ich das erste Mal unseren Sohn mit nach Hause nehmen, wo jeden Tag die Spitex vorbeischaute und mich/uns unterstützte.Es war für uns Eltern eine schwere Zeit, denn er wurde auf alles untersucht und wir haben nur gebetet, dass er nicht noch mehr hat wie z.B. Fibros oder sonst etwas. Dann am 4. Dezember 18 wird unser Sohn zum 2. Mal operiert. Nach einer 7-Stunden-OP wurden ihm 36 cm Dickdarm entfernt und das Stoma zurückverlegt. Er erholte sich sehr gut und schnell, sodass wir noch vor Weihnachten nach Hause durften. Nun müssen wir 2 mal die Woche nach Bern um zu bougieren (den Darm aufdehnen, damit er nicht zu eng zusammenwächst dort wo die Naht ist).

Es geht im heute sehr gut und wir hoffen, dass wir bald alles geschafft haben und keine Narkosen oder irgendwelche Untersuchung brauchen. Wir sind sehr dankbar, dass alles gut kommt und er sonst gesund ist. Heute sage ich: Seid dankbar für das, was ihr habt. Dankbar, dass man gesund ist, denn es ist nicht selbstverständlich. Und wie man sich als Eltern fühlt hm... Über Gefühle kann ich nicht viel sagen. Von Hoffnung über Angst, Verzweiflung, ist alles dabei. 

Und heute ist er 9 Monate alt und wir haben die Krankheit im Grossen & Ganzen im Griff.

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