Stärkt das Hirn und hilft gegen Vergessen

Folge uns

  • Facebook
  • Instagram

Folsäure, eines von 13 Vitaminen, ist mehr als eines unter vielen. Entdeckt wurde das Lebensvitamin vor weniger als hundert Jahren in Indien von Dr. Lucy Wills.

«Wie fühlt sich das eigentlich an, wenn man alles vergisst?» «So wie Honig im Kopf.» Der demente Grossvater sorgt in Til Schweigers Film für lustige Szenen: Er vergisst Arzttermine, findet sich zuhause nicht mehr zurecht und stellt das Leben der ganzen Familie auf den Kopf. So amüsant der Film im Kino ist, so schwierig ist der Umgang mit der Krankheit im Alltag.

Schleichend und unaufhaltbar

Demenz ist eine Krankheit, die vorwiegend im Alter auftritt. In der Schweiz sind über 100’000 Personen betroffen. Das sind etwa 8 Prozent der über 65-Jährigen. Die Krankheit schwächt das Erinnerungsvermögen: Dement sein bedeutet, dass klar denken plötzlich schwerfällt. Die häufigste Form von Demenz ist Alzheimer. Patienten werden vergesslich, haben Mühe sich zu orientieren und auszudrücken. Mal fehlen einzelne Wörter, mal die Namen von Bekannten. 

Demenz beginnt oft schleichend. Der Übergang von einer altersbedingten Abnahme der Gehirnleistung zur eigentlichen Erkrankung ist fliessend. Manchmal dauert es Jahre, bis eindeutige Symptome auftreten. Die Veränderung der Persönlichkeit gehört zu der Krankheit, genauso wie depressive Phasen. Der Krankheitsverlauf und die Symptome sind von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Wer dement ist, ist auf Unterstützung angewiesen – oft rund um die Uhr. Demenz macht den Alltag schwierig und manchmal gefährlich.

Ein gesunder Lebensstil hilft 

Das fortschreitende Lebensalter, die genetische Veranlagung und das Geschlecht zählen zu den Risikofaktoren, die wir nicht beeinflussen können. Unsere Lebenserwartung steigt, und damit auch das Risiko, an Demenz zu erkranken. Zu den Risikofaktoren zählen Tabakkonsum, übermässiger Alkoholkonsum, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, niedriger Obst-und Gemüsekonsum, Diabetes sowie Bewegungsmangel. Die Risiken sind denen einer Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr ähnlich. Die beste Prävention ist ein gesunder Lebensstil: viel Bewegung, gesunde Ernährung, geistige Beschäftigung, Hobbys und ein soziales Netzwerk.

Folsäure fördert die Hirnleistung

Studien zeigen, dass Folsäure die Hirnleistung positiv beeinflusst: Personen mit einem hohen Folsäurespiegel schliessen Tests wesentlich besser ab, als Personen mit einem tiefen Folsäurespiegel. Bei der Demenz ist im Gehirn die Kommunikation zwischen Nervenzellen gestört. Ähnlich wie bei Depressionen geraten die Botenstoffe aus dem Gleichgewicht. Damit die Nervenzellen miteinander kommunizieren können, müssen die Zellen funktionieren und es braucht Botenstoffe. Beide sind auf eine gute Vitaminversorgung angewiesen. Hier sind besonders B-Vitamine gefragt: B1, B6, B12 – und Folsäure (B9). 

Therapien verzögern die Krankheit, mildern die Symptome und helfen, die Lebensqualität zu erhöhen. Gesunde Ernährung kann die Krankheit nicht heilen. Doch eine ausreichende Folsäureversorgung ist für die Vorbeugung vieler Alterskrankheiten wichtig. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Forschung finden Sie in der Box "Gut zu wissen".

Das fortschreitende Lebensalter, die genetische Veranlagung und das Geschlecht zählen zu den Risikofaktoren, die wir nicht beeinflussen können. Unsere Lebenserwartung steigt, und damit auch das Risiko, an Demenz zu erkranken. Zu den Risikofaktoren zählen Tabakkonsum, übermässiger Alkoholkonsum, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, niedriger Obst-und Gemüsekonsum, Diabetes sowie Bewegungsmangel. Die Risiken sind denen einer Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr ähnlich. Die beste Prävention ist ein gesunder Lebensstil: viel Bewegung, gesunde Ernährung, geistige Beschäftigung, Hobbys und ein soziales Netzwerk.

Dein Kommentar

Gut zu wissen:

  • Wer über die Nahrung wenig Folsäure aufnimmt, riskiert einen tiefen Folsäurespiegel. Dieser begünstigt Depressionen und Demenzerkrankungen.
  • Eine weitere mögliche Folge davon: Der Stoffwechsel des Gehirns verschlechtert sich.
  • Es gibt Hinweise, dass Therapien gegen Depressionen durch die tägliche Einnahme von Folsäure verbessert werden.
  • Wer genügend Folsäure zu sich nimmt, senkt so seinen Homocysteinspiegel. Ein tiefer Homocysteinspiegel hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf von Demenz und Depressionen.
  • Der Abfallstoff Homocystein ist ein Risikofaktor für Krankheiten, die im Alter auftreten: Demenz, Gefäss- und Herzkrankheiten. Gemeinsam mit den Vitaminen B6 und B12 baut Folsäure Homocystein ab.
  • Studien belegen, dass Folsäure in Kombination mit den Vitaminen B6 und B12 den Homocysteinspiegel senken. Dadurch vermindert sich das Risiko für zahlreiche Alterserkrankungen. 

Das Vitamin Folsäure bietet keinen Schutz vor Demenz. Doch wer sein Gehirn in Schwung halten möchte, nimmt Folsäure in Kombination mit dem Vitamin B12 ein – und stärkt so die Informationsverarbeitung und das Erinnerungsvermögen.