Folsäure und ADHS (Hyperaktivität)

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ADHS ist die am häufigsten diagnostizierte Verhaltensstörung im Kindes- und Jugendalter. Folsäure kann die Konzentrationsfähigkeit positiv beeinflussen.

Über ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung) wird seit Jahren hitzig debattiert. Für einige Menschen ist ADHS eine Mode-Diagnose unserer Leistungsgesellschaft, um lebhafte Kinder medikamentös ruhig zu stellen. Andere Menschen, warnen andere davor, ADHS zu bagatellisieren, da viele Kinder dringend auf Medikamente angewiesen seien. Die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung und der «Struwwelpeter»

ADHS ist heute die am häufigsten diagnostizierte Verhaltensstörung im Kindes- und Jugendalter. Forschungen zeigen, dass die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) bei Jungen deutlich höher ausfällt als bei Mädchen. Es leiden dementsprechend mehr Jungen als Mädchen unter dieser Krankheit. Fakt ist, dass ADHS nichts Neues ist. Bereits 1845 beschrieb der deutsche Nervenarzt Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch «Struwwelpeter» in den Geschichten vom «Zappelphilipp» und vom «Hans Guck-in-die-Luft».Viele Symptome, die wir heute mit dem Begriff ADHS assoziieren und ausdrücken.

Eine Funktionsstörung des Gehirns führt laut aktuellem Forschungsstand zu den Ursachen dieser Erkrankung. Dies ist stark genetisch bedingt ist. Das Gehirn schafft es nicht, unwichtige Informationen herauszufiltern. Das führt zu den typischen Symptomen wie Ablenkbarkeit, Impulsivität und Zappeligkeit. Da es ADHS in sehr unterschiedlichen Ausprägungen gibt, ist es essenziell, die Behandlung individuell auf jeden einzelnen Patienten anzupassen. Ob und ab welchem Zeitpunkt dabei auch Medikamente wie Ritalin zum Einsatz kommen, wird bis heute kontrovers diskutiert.

Der Folatspiegel als ADHS-Indikator?

Das Lebensvitamin Folsäure ist in der Debatte rund um das Thema Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung zu selten. Das wird sich hoffentlich sich bald ändern, da es gibt Hinweise gibt, dass Folsäure die Konzentrations- und Hirnleistungsfähigkeit von Kindern positiv beeinflusst. So haben langfristig angelegte Studien in Norwegen, Holland und England folgendes gezeigt. Ein niedriger Folatspiegel der Mutter in der Frühschwangerschaft erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Hyperaktivität des Kindes.Eine schwedische Studie hat des Weiteren ergeben, dass Schulkinder mit einem hohen Folatspiegel eine bessere Fähigkeit zur Konzentration entwickeln und im Durchschnitt bessere Noten erzielen. Entsprechend groß sind die Erwartungen, welche Erkenntnisse künftige Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet zutage fördern werden.

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Wissenswertes zu ADHS

  • Drei bis Fünf Prozent der Kinder in der Schweiz haben die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung
  • Typische Symptome sind verminderte Aufmerksamkeit, stete Unruhe, Bewegungsdrang und Impulsivität
  • Bei etwa 60% der Betroffenen bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen
  • Die Erkrankung hat viele Gesichter und betroffene Kinder können sehr unterschiedlich sein
  • Die Übergänge zur Diagnose sind fliessend, es gibt keine klare Abgrenzung
  • Die Erkrankung kann sich auch positiv zeigen, z.B. in Form erhöhter Kreativität oder ausgeprägter Hilfsbereitschaft
  • Die Behandlung sollte individuell auf jedes Kind abgestimmt werden, den Einsatz von Medikamenten gilt es sorgfältig abzuwägen